Le Corbusier
Pigmentfarben

Kraftvolle Farbkultur, die alle Trends überlebt

Le Corbusier gilt als einer der Hauptprotagonisten der klassischen, „weißen“ Moderne, wusste jedoch sich der Farbe sehr dezidiert zu bedienen und nutzte sie in fast allen seinen Projekten.

Das Farbrepertoire Le Corbusiers war von sanften Tönen geprägt, ergänzt von leuchtenden, tiefen Nuancen mit historischem, künstlerischem und assoziativem Hintergrund. Ein pragmatischer Ansatz, der über 60 Farbtöne hervorbrachte: Sie alle zeichnet eine innere Stimmigkeit aus, die disharmonische Kompositionen quasi unmöglich macht. Und noch etwas erstaunt: die Zeitlosigkeit. Bis heute haben die Farbtöne nichts an Kraft oder Aktualität verloren und alle Trends überlebt.

Der Schweizer Farbenmanufaktur kt. COLOR ist es gelungen, die Pigmentierung aller Töne originalgetreu zu rekonstruieren. Da Le Corbusier keine Rezepturen hinterliess, gab es keine Angaben zu den natürlichen Pigmenten und ihrer Herkunft. Durch umfangreiche Recherchen, Versuchsreihen und vergilbten Originalmustern die die Fondation Le Corbusier zur Verfügung stellte, konnten schließlich die Pigmente ermittelt und in die moderne Farbentechnologie integriert werden.

Wie differenziert das Farbbild ist, zeigt die siebzehnteilige Weissreihe. Jeder Ton basiert auf anderen, teils natürlichen Pigmenten und entsteht als eigene Farbe mit eigenem Charakter. Damit sind die Farben weniger schlichtes Anstrichmaterial, sondern Ausdruck einer enorm vielfacettigen und faszinierenden Farbkultur.

Die Hintergründe der Polychromie Le Corbusier und die wichtigsten Unterschiede zu konventionellen Farben können in den Fachseminaren der Farbenmanufaktur kt.COLOR erlernt werden.